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IHC Damen in Gent, Brügge, Brüssel [11.06.2012]

Geschichte pur - Europa live

Drei erlebnisreiche Tage in Belgien verbrachten die 21 Teilnehmerinnen des IHC Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen. Gent, Brügge und Brüssell: Jede der drei Städte in Flandern bietet beeindruckende Architektur, eine Fülle an historischen Informationen mit Auswirkungen bis in die Jetzt-Zeit, Genuss und Vergnügen pur.

Gent war erste Station der 3-tägigen Reise. Die Stadtführung mit anschließender Grachtenrundfahrt erlaubte einen ersten Einblick in die historische Bedeutung der Hauptstadt der belgischen Provinz Ostflandern. Gent entstand aus keltischen Ansiedlungen im Gebiet des Zusammenschlusses von Schelde und Leie. Im Mittelalter wuchs Gent durch den blühenden Tuchhandel zu einer der größten Städte Europas heran.

Ein Großteil der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bausubstanz ist erhalten: Gent zählt mehr als 9800 registrierte, kulturhistorisch wertvolle Gebäude, die meisten sind gleichzeitig auch denkmalgeschützt. Dabei konkurriert die Stadt als Fremdenverkehrsziel mit dem touristisch bekannteren Brügge.

Die Stadtsilhouette wird durch drei Türme dominiert. Die in einer Reihe stehenden Türme sind schon seit dem Mittelalter als „de drie torens“ bekannt. Zu ihnen gehören der 95 m hohe Belfried, der Turm der St.-Bavo-Kathedrale (ursprünglich St.-Jans-Kirche, 1300 bis 1538 gebaut). In der Kathedrale befindet sich der von Jan van Eyck gestaltete Genter Altar und der Turm der im Stile der Scheldegotik am Kornmarkt errichteten St.-Niklas-Kirche In den dreißiger Jahren gesellte sich auf der anderen Seite der Stadt auf dem Blandinberg der Büchterturm hinzu, ein Entwurf von Henry van de Velde, sodass auch manche von den „vier torens“, den vier Türmen sprechen (Auszug aus Wikipedia).

Im nur rund 50 Kilometer entfernten Brügge checkten die Reiseteilnehmerinnen im Grand Hotel Casselbergh ein. Das elegante Haus liegt im historischen Zentrum von Brügge. Die komplette Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Stadtführung am folgenden Tag offenbarte eine Stadt, die Geschichte und Gegenwart auf angenehm sensible Weise vereint. Beim abendlichen Empfang im Rathaus von Brügge erläuterte der Stellvertretende Bürgermeister und Beigeordnete für Tourismus, Jean-Marie Bogaert, dass es durchaus nicht unkompliziert ist, die Ansprüche der UNESCO Kommission mit den Wünschen der Einwohner und den Anforderungen an einen modernen Massentourismus miteinander zu verbinden. Apropos Tourismus: Mehr als 50 Schokoladenboutiquen und Kneipen, in denen 400 Biersorten bestellt werden können, sichern ein wichtiges Umsatzpotenzial, in erster Linie durch Tagestouristen.

Die Liste der ausgezeichneten gastronomischen Angebote ist lang – die IHC Reisegruppe genoss ein köstliches Menü „Looking for Summer“ mit korrespondierenden Weinen – alternativ korrespondierenden Bieren, serviert in hochwertigen Weingläsern. Ein beeindruckendes Erlebnis, das durch das exzellente Team im „Den Dijver“ verstärkt wurde.

Der dritte Tag in Brüssel war dominiert von einem Besuch im Europäischen Parlament. Die Organisatorin der Reise, Gisela Kerger, hatte ein Mittagessen mit Elmar Brok arrangiert. Der einflussreiche EVP-Europaabgeordnete ist unter anderem Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten. Sein notgedrungen kurzer Einblick in die aktuellen Probleme der Europäischen Union endete mit der Aufforderung, sich intensiver mit den Entwicklungen in Brüssel, Luxemburg und Straßburg zu beschäftigen, um das freie und offene Europa zu erhalten, das seit Jahrzehnten von einer Ära des Friedens und der offenen Grenzen profitiert. Broks ernste Worte verfehlten ihre Wirkung nicht: Entweder wir gewinnen alle – oder wir verlieren alle. Das gilt besonders auch für Deutschland.

Auf der Rückreise dankte IHC Geschäftsführerin Susanne Schaefer-Dieterle Gisela Kerger,  Leiterin des IHC Regionalkreises Gütersloh,  für die Organisation einer ebenso beeindruckenden wie unterhaltsamen Reise in höchst angenehmer Atmosphäre.

Ein Berich von Susanne Schaefer-Dieterle

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