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Unternehmerinnen im Industrie-und Handelsclub reisten nach Wien und Bratislava [27.06.2016]

Vier Tage mit tollen Eindrücken

Ein Blick hinter die Kulissen der Spanischen Hofreitschule war nur einer der vielen Höhepunkte des interessanten Programms der Reise 2016 des IHC NetzwerkF – Frauen im IHC. Ein Besuch beim Deutschen Botschafter in Wien, Johannes Haindl, und beim stellvertretenden Leiter der Deutschen Botschaft Pressburg (Bratislava), Dr. Lorenz Barth, waren weitere beeindruckende Erlebnisse auf der viertägigen Reise. Eine überaus freundliche wie kompetente Fremdenführerin, Mariken Peters, empfing die 33-köpfige Reisegruppe aus OWL am 2. Juni 2016 am Flughafen in Wien. Der Stadtrundfahrt für den ersten Eindruck schlossen sich Vortrag und Diskussion mit Botschafter Haindl an. Er gab einen Überblick über die aktuelle politische Lage im Nachbarstaat Österreich, dem er eine „solide, gereifte Demokratie“ testierte. Der erste Abend endete in der historischen Altwiener Gaststätte Griechenbeisl unweit des Schwedenplatzes. Begeistert waren alle IHC Damen vom Sofitel Vienna Stephansdom mit einem gigantischen Blick aus der Bar im 18. Stock. Dass dort am Morgen auch das Frühstück serviert wird, versüßte den frühen Start in den zweiten Tag, bei dem zunächst ein Besuch bei der UNO auf dem Programm stand. Für die Wiener ist es UNO City, rund 5.000 Menschen aus nahezu allen Ländern der Welt arbeiten in dem imposanten Areal. Wien ist einer von vier UNO Sitzen (New York, Genf und Nairobi) und hat seit den 1970er Jahren einen gigantischen, bestens florierenden Veranstaltungsmarkt aufgebaut – mit Tausenden von Tagungsteilnehmern aus der ganzen Welt. Einer der Schwerpunkte der Tour war die Arbeit der UNIDO, Büro für Wirtschaftsfragen, das sich um die industrielle Entwicklung in Entwicklungsländern kümmert. Das Kontrastprogramm bot eine Führung hinter die Kulissen der Spanischen Hofreitschule, die von Generaldirektorin Elisabeth Gürtler möglich gemacht worden war. Am Abend dann der Besuch der Oper in Wien – ein Ereignis für Augen und Ohren. Tag 3 gehörte einem Ausflug nach Bratislava, das vielfach noch mit dem alten deutschen Namen Pressburg geführt wird. Die Altstadt der 420.000-Einwohner-Stadt ist wunderschön und vermittelt heute wieder einen Eindruck von der einstigen Größe, Bedeutung und Pracht. Dr. Lorenz Barth, stellvertretender Leiter der Deutschen Botschaft Pressburg, machte mit seinen Gästen einen kleinen Exkurs in die reiche Geschichte. Es folgte erneut ein Kontrastprogramm: Auf Vermittlung von Porta-Gesellschafterin Birgit Gärtner traf die Reisegruppe aus OWL Roman Schanner. Der Geschäftsführer der zu Porta gehörenden Möbelhausgruppe ASKO war eigens aus Prag gekommen, um zu berichten, wie sich der Möbelmarkt in Osteuropa und speziell in der Slowakei und in Tschechien entwickelt, wo es insgesamt 18 ASKO Standorte gibt. Zurück nach Wien gehen sollte es per Schiff mit dem Twin City Liner, der allerdings wegen Maschinenschadens ersatzlos gestrichen worden war. Schließlich wurden die IHC Frauen mit dem Bus nach Wien chauffiert. Als Entschädigung wartete ein köstliches Abendessen im Szenelokal Motto am Fluss, direkt an der Donau gegenüber dem Hotel. Der vierte und letzte Tag gehörte dem noch recht neuen MuseumsQuartier – eine grandiose Ansammlung von spannenden Museen, die Klein wie Groß interessieren. Im Glasic Beisel auf der alten Stadtmauer lernten die Frauen aus OWL anschließend, dass Kalbsbutterschnitzel nichts mit den eigentlich erwarteten Wiener Schnitzeln zu tun haben. Es handelt sich um eine spezielle Form der faschierten Laibchen aus Kalbfleisch, die nach dem Anbraten in einer Bratensauce geschmort werden. Sie sind als traditionelles Sonntagsessen Bestandteil der klassischen Wiener Küche – und schmeckten köstlich. Dem Glücksgefühl, trockenen Fußes zum Bus zu gelangen, der die Gruppe bei Gewitter und Platzregen zum Flughafen brachte, folgte am späten Sonntagabend die Ernüchterung. Air Berlin cancelte den Flug nach Hannover und sorgte dafür, dass am Flughafen in Wien ein heilloses Durcheinander ausbrach. Mit großer Gelassenheit meisterten die IHC Frauen diese Herausforderung – und standen nach durchwachter Nacht am nächsten Morgen um 5 Uhr am Check-in. Um 8 Uhr landete die Gruppe halbwegs gelassen in Hannover – alle notwendigen Terminverschiebungen für den Arbeitstag nach der Wien-Reise waren schon in der Nacht organisiert worden. Mit viel Applaus dankten die Reiseteilnehmerinnen Gisela Kerger und ihrem Unternehmen KORONA für tolle Erlebnisse, viele Köstlichkeiten und eine perfekte Organisation. Die Mischung aus politischen Informationen und Eindrücken vom wirtschaftlichen Leben in der Stadt, gepaart mit kulturellen Highlights kam bestens an. Das Reiseziel für 2017 steht im Herbst 2016 fest. Bericht: Susanne Schaefer-Dieterle

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